Johannes Brentrup              


Am 16. Juli 2005 verstarb in seinem Wohnort Münster Johannes Brentrup, Ehrendirigent der „Hoffnung“. Es gibt viele Namen, die mit der Geschichte unseres Chores unzertrennlich verbunden sind. Seiner steht dabei in vorderster Linie. Zudem ist er vielen Menschen in seiner Heimat- und Geburtsstadt in bester Erinnerung. Die überaus große Liebe zur Musik war ihm nicht nur zum Beruf, sondern zur Berufung geworden. Vererbt wurde sie ihm von seinem Vater, dem sangesfreudigen Wirt des „Jägerheimes“. Der bezog seinen Sohn schon früh mit ein, wenn sonntags die Liederhefte zum Rundgesang verteilt wurden.

Johannes Brentrup studierte an der Westfälischen Schule für Musik in Münster im Hauptfach Klavier und reifte zu einem genialen Pianisten, der auch in seiner Heimatstadt viele Konzerte gab und hohe Anerkennung genoss.

Von 1950 bis 1974 war er Dozent an der Kirchenmusikschule Münster und über viele Jahre Leiter der Jugendmusikschule Telgte. Bei allen großen Werken, die der Domchor aufführte, saß ausschließlich Johannes Brentrup an der Orgel. Als Auszeichnung für sein Engagement erhielt er die Gregorius-Plakette des Diözesanverbandes und die Paulus-Plakette des Bistums.

Auch und gerade in Wiedenbrück hat sein musikalisches Wirken nachhaltige Spuren hinterlassen. Bei den „Hoffnungs“ - Konzerten agierte er Jahrzehnte lang als versierter Begleiter am Flügel. 1973 verhinderte er mit wenigen unentwegten Sängern die Auflösung des heutigen Jubelvereins. Dem Chor war nach der Krankheit von Hans Plücks, der 28 Jahre die  „Hoffnung“ dirigierte und der fast zeitgleichen Brandkatastrophe des Vereinslokals Hotel „Frölich“ jegliche Perspektive geraubt. Zur Generalversammlung in diesem Jahr kamen gerade sieben Sänger, die beabsichtigten den Verein zu liquidieren. Johannes Brentrup hörte davon und wandte sich energisch gegen diese Absicht.  „Und wenn nur als Doppelquartett gesungen wird. Die „Hoffnung“ bleibt bestehen.“, so sein Veto.


Er übernahm sofort die musikalische Leitung unter der die Chorgemeinschaft zu einer neuen Blüte erwuchs. Seine produktive Kraft, gepaart mit hohem musikalischem Verständnis  und Können bewirkte, daß der Verein in der Folgezeit bis 1983 zu einer beachtlichen neuen Qualität fand.

Es waren aber auch seine liebenswerte und aufgeschlossene Art, seine Zuverlässigkeit und Treue, die sein hohes Ansehen zusätzlich prägten.

In kongenialem Zusammenwirken mit dem damaligen Geschäftsführer Franz Langrock gelang es, daß solche Koryphäen des Musiktheaters jener Zeit wie die Kammersänger Heinz Hoppe, Barry Mac Daniel, Kurt Moll, Brenda Jackson, Carl Ridderbusch nach Wiedenbrück bei der „Hoffnung“ auftraten.

Johannes Brentrup wird in den Annalen des Vereins für immer einen unauslöschlichen Platz behalten.

 

 

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