Knut Peters
Knut Peters freundete sich in seiner Studienzeit in Detmold mit Peter Feigel an. Das erwies sich als außerordentlicher Glücksfall für unseren Chor. Feigel empfahl ihm die „Hoffnung“ in Wiedenbrück. Es muss heute von einer wunderbaren Fügung gesprochen werden, dass Knut Peters sich damals bereit erklärte, die Chorleitung zu übernehmen. Er vertrat bereits gelegentlich Peter Feigel. Bei der Generalversammlung am 31. Januar 1995 wurde er als dessen Nachfolger vorgestellt.
Die Presse zitierte damals die nachstehende Äußerung von Peters: „Die gelegentlichen Proben haben mir gezeigt, dass es sowohl in menschlicher als auch in musikalischer Hinsicht eine Freude sein muss, ständiger Chorleiter der „Hoffnung“ zu sein. Ich freue mich auf das gemeinsame Musizieren in den Proben und Konzerten.“ Diese Aussage war natürlich als großes Kompliment zu verstehen, verwies aber auch gleichzeitig auf den hohen Anspruch, den Knut Peters an den Chor stellte. Er umriss an diesem Abend auch bereits ganz konkret seine Vorstellungen, die darauf hindeuteten, dass er das erarbeitete Niveau seiner Vorgänger nicht nur erhalten, sondern auch weiter ausbauen möchte. Dieses Vorhaben ist ihm in exzellenter Weise gelungen.
Knut Peters versprach auch künftig an der traditionellen Matinée festzuhalten, in der der reine Männerchor beweisen will, dass er auch als solcher hörenswert ist. Er wollte aber dieser Veranstaltung eine Aufwertung dadurch verschaffen, dass er ein breitgefächertes Programm erarbeitete. Auch das ist ihm vorbehaltlos gelungen, fanden doch diese Konzerte an einem Sonntagmorgen im Frühling im Laufe der Zeit immer mehr Beachtung, so dass diese in den letzten Jahren ausverkauft waren.
Was die unter seiner Leitung erarbeiteten Werke angeht, so reiht sich hier ein Highlight an das andere. Händels „Dettinger Te Deum“, „Weihnachtsoratorium von Bach, Mendelssohn-Bartholdys „Walpurgisnacht“, „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn, „Lobgesang“ von Mendelssohn-Bartholdy, „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn, Händels „Messias“ und eine Anzahl grandioser konzertanter Aufführungen von Opern verschiedener Komponisten, um nur einige zu nennen.
Die Stadt Rheda-Wiedenbrück regte an, zur Jahrtausendwende einen Projektchor zu bilden und Beethovens „Neunte Symphonie“ mit der wunderbaren „Ode an die Freude“ im vierten Satz aufzuführen. Dieses Ansinnen ist kläglich gescheitert. Knut Peters hat sich dieses gewaltigen Werkes 2002 angenommen und es u.a. mit der „Hoffnung“, die dabei überwiegend die Männerstimmen stellte, in der St. Piuskirche Wiedenbrück und tags darauf in der St. Marienkirche in Verl-Kaunitz aufgeführt. Einen umfassenden Überblick über das engagierte Wirken unseres Chorleiters bietet die Übersicht der Werke von 1995 bis dato in der Festschrift.
Knut Peters, 1964 geboren, studierte an der Hochschule für Musik in Detmold Schulmusik, Musikwissenschaft und außerdem an der Universität in Münster Germanistik. Er lehrt heute am Gymnasium Schloß Holte-Stukenbrock als Oberstudienrat Musik und Deutsch. Auch das Wirken dort ist für den Gesangverein „Hoffnung“ ein Glücksumstand, sind doch dadurch die Voraussetzungen für eine gute künftige, langfristige Zusammenarbeit mit diesem Dirigenten gegeben, der es hervorragend versteht, seine Begeisterung und seine fachliche Kompetenz auf uns Laiensänger zu übertragen.
Zu erwähnen ist, dass Knut Peters 1997 die Konzertreihe „Verler Vier Jahreszeiten“ und das gleichnamige Orchester gründete, mit der sich unser Verein sehr eng verbunden sieht, sind wir als Männerchor doch auch dort mit eingebunden. Dies ist eine sehr fruchtbare Verbindung, da die jährlichen Chorkonzerte am ersten Advent jeweils in Wiedenbrück und Verl zur Aufführung kommen. Diese von Knut Peters etablierte Konzertreihe ist zwischenzeitlich zu einem überaus beachtlichen Musikereignis der ganzen Region geworden, und es wurden dabei u.a. sämtliche neun Beethoven Symphonien vor stets ausverkauftem Haus aufgeführt. Auch diese Initiative und dieses Engagement beweist die hohe fachliche Qualität unseres Dirigenten. Wir sehen uns sehr glücklich, mit diesem Chorleiter arbeiten und musizieren zu dürfen, der es versteht, Sänger zu motivieren und Kräfte zu wecken sowie auf diesem Gebiet Synergien zu nutzen. |