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Konzert
27.11.2010, 19.30 Uhr, Reethus in Wiedenbrück
28.11.2010, 19.30 Uhr, Kirche St. Maria Immaculata in Verl-Kaunitz
Programm:
Symphonie Nr. 9 d-Moll
Ludwig van Beethoven
Sensationellerweise wird am 1. Adventssonntag die wahre Krone der gesamten abendländischen Symphonik dargeboten werden: die 9. Symphonie d-Moll, op. 125 von Ludwig van Beethoven, in der im letzten Satz wesentliche Auszüge aus der Ode „An die Freude" von Friedrich von Schiller vertont werden. .... (lesen Sie unten mehr)
Pressebericht:

„Seid umschlungen, Millionen! – Diesen Kuß der ganzen Welt!"
Dieser Ausruf, der innerhalb des Schlusssatzes der Symphonie an einer der zentralen Stellen in geradezu unglaublicher Intensität musikalisch gestaltet wird, verdeutlicht in metaphorischer Weise einen der Kerngedanken sowohl Schillers als auch Beethovens. Die Ideen der Brüderlichkeit und des moralischen Fortschritts – also Leitbegriffe der Aufklärung und des Humanismus' werden hier großartig und in musikalischer Hinsicht in höchstem Maße innovativ propagiert und zugleich veranschaulicht. Die gesamte Symphonie ist ein Appell an die Menschheit, eine neue und bessere Gesellschaftsordnung zu begründen und für immer zu erhalten. Unter „Elysium" versteht Beethoven nämlich nicht nur das paradiesische Jenseits, sondern vor allem auch jene neue elysische Gesellschaft, aus der die wahre Freude entspringt: „Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium!"
Die Möglichkeit der Harmonie und der Brüderlichkeit des Zusammenlebens aller Menschen wird man in diesem Konzert auch durch das von Knut Peters geleitete über sechzigköpfige Symphonieorchester symbolisch und sehr sinnfällig erleben können, denn es besteht wiederum aus jungen besonders begabten Musikstudenten, Professoren und Berufsmusikern verschiedener Orchester Deutschlands, und zwar aus insgesamt sechzehn verschiedenen Ländern des gesamten Globus. Hinzu tritt die große Schar jubilierender Sängerinnen und Sänger der Gymnasialchöre „Verler Vier Jahreszeiten" und Schloß Holte-Stukenbrock sowie des GV „Hoffnung" aus Wiedenbrück, so dass insgesamt über 150 Ausführende zur Interpretation der seit 185 Jahren in der Wirkung stets als gleichermaßen bewegend und berauschend empfundenen Komposition beitragen werden, deren emotionaler Kraft sich auch heute noch kein Zuhörer verschließen können wird.
Hierbei sind auch die ersten drei instrumentalen Sätze der Symphonie von entscheidender Bedeutung. Nach dem monumentalen und machtvollen Kopfsatz und dem mitreißend-feurigen Gestus des Scherzos enthält der langsame Satz mit seiner extremen Intensität der lyrischen Expressivität beispielsweise die wohl schönsten und anrührendsten Melodien, die Beethoven überhaupt je geschrieben hat. Dieser dritte Satz ergreift jeden Hörer aufgrund der sphärenhaften Klänge und der unvergleichlichen Innigkeit der erzeugten Stimmung sowie vor allem auch wegen seines kontemplativen Gebetscharakters. Auch insgesamt ist in diesem Werk neben den Elementen des Humanismus' ebenso deutlich und sehr eindringlich die tiefe Religiosität Beethovens spürbar.
Wohl niemand wird nach der Aufführung die Kirche verlassen ohne Gefühle der Wonne und der erhebenden Freude aufgrund der zuversichtlichen Hoffnung auf eine freiheitliche, friedliche und freudvolle Zukunft, verbunden mit der Gewissheit des Beistandes Gottes, weshalb dieses Konzert auch eine wunderbare Einstimmung auf die Adventszeit sein wird.
„Eine überströmende Menschlichkeit sprengt die herkömmlichen Grenzen der Symphonie; sie bricht aus einer freiheitstrunkenen Seele hervor", so urteilte treffend auch Claude Debussy nach dem ihn überwältigenden Erlebnis der Darbietung dieser Symphonie.
Die Solo-Partien werden die schon vielfach zu hörende und hoch geschätzte Rompreisträgerin Kerstin Maria Wüller (Sopran), Marina Herrmann (Alt), die bereits vor zwei Jahren ebenso wie der Tenor Luca Martin aus Basel in Mendelssohns Lobgesang-Symphonie in Kaunitz und Rheda-Wiedenbrück brillierte, und der Bass-Bariton Andreas Wolf übernehmen, ein Meisterschüler Thomas Quasthoffs, der in der Reihe „Verler Vier Jahreszeiten" bereits mehrfach bewies, dass ihm zu Recht eine große Karriere prophezeit wird.
Um dieses auch in der weiteren Umgebung Verls sicherlich einmalige musikalische Ereignis keinesfalls zu versäumen, sollte man sich unbedingt sofort im Vorverkauf Karten bei den bekannten Vorverkaufsstellen sichern.
(Knut Peters, 2010)
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Orchesterbesetzung:
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| Piccolo |
Katrien Lissens |
| Querflöten |
Katharina Engelke, Yuko Hattori |
| Oboen |
Eva-Maria Liebe, Nanae Yamashita |
| Klarinetten |
Thomas Lindhorst, Thomas Jüdt |
| Fagotte |
Uwe Rebers, Reingard Sirotek-Lindhorst |
| Kontrafagott |
Mauricio Wayar |
| Waldhörner |
Hartmut Welpmann, Vincent Lévesque, Thomas Janzing,
Jörg Schulteß |
| Trompeten |
Thomas Meise, Björn Kjer |
| Posaunen |
Christoph Leo, Shawn Grocott, Sergey Fedyanin |
| Pauken |
Ulf Liebe |
| Becken |
Harald Genau |
| Große Trommel |
Maximilian Thumann |
| Triangel |
Marinos Tranoudakis |
| Konzertmeister |
Alonso Fernandez |
| Violinen I |
Wojciech Wieczorek, Johanna Buckard, László Farkas,
Güldeste Mamac, Laura Meier, Grazyna Puppe, Ulrich Puppe,
Mirja Rapp, Irena Suer, Yagiz Tan |
| Violinen II |
Nicole Inoue, Sara Schulz, Xenia Bedrere, Franco Lari,
Kumiko Okutomi, Fatmanur Sahin, Alican Söner, Kirsten Werner,
Franziska Wilkesmann |
| Violen |
Mino Sasaki, Kristina Panchenko, Anna Kapala,
Bartosz Sotomski, Daniel Ungureanu |
| Violoncelli |
Sigurd Müller, Nikola Jovanovic, Anne-Lise Atrsaie,
Thanasis Bellos, Sebastián Escobar Avaria, Andrea Fehling,
Max Gundermann, Olga Manko |
| Kontrabässe |
Jens Schirpke, Dmitri Böhme, Nikolaus Franz, Natalie Plöger,
Christian Rauhöft |
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